Steigende Anforderungen im Pflanzenschutz und der Wunsch nach einer nachhaltigeren Bewirtschaftung rücken die mechanische Unkrautbekämpfung immer stärker in den Fokus. Besonders der Hackstriegel hat sich dabei als vielseitiges Werkzeug etabliert, um junge Unkräuter effektiv zu regulieren und gleichzeitig die Entwicklung der Kulturpflanzen zu fördern.

Der Hackstriegel TINELINER bei der Arbeit

TINELINER

Die TINELINER-Hackstriegel eignen sich besonders für die Unkrautregulierung in Drillsaatkulturen(z.B. Getreide) oder für Einsätze in jungen Beständen, insbesondere für eine Vorauflbearbeitung. Diese Baureihe ist in verschiedenen Ausführungen mit 6,00, 9,00 und 12,00 m Arbeitsbreite erhältlich.

Ein Bild des ROWLINER, einer Reihenhacke von KUHN

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Was ist ein Striegel? 

Der Striegel ist ein Bodenbearbeitungsgerät im ökologischen Landbau – ebenso wie das Hackgerät und die Rotorhacke. Er kann bei verschiedenen Kulturpflanzen wie Soja, Sonnenblumen, Mais oder Getreide eingesetzt werden.

Das vielseitige Gerät zur mechanischen Unkrautbekämpfung arbeitet das Unkraut ein und reißt es heraus. Darüber hinaus lockert der Striegel den Boden, um dessen Mineralisierung anzuregen und die Wasserverdunstung durch Unterbrechung der Kapillarwirkung zu verringern. Der Striegel besteht aus einem Rahmen, an dem über die gesamte Arbeitsbreite mehrere Felder mit jeweils mehreren Zinkenreihen befestigt sind. 

Beim Striegel  TINELINER von KUHN lassen sich zwei wesentliche Funktionen einstellen: Zum einen der Auflagedruck der Federzinken, der die Bearbeitungsintensität bestimmt, und zum anderen der Neigungswinkel. Damit lässt sich die Bearbeitungsintensität des Geräts an verschiedene Wachstumsstadien und Kulturarten anpassen. So ist der Striegel an alle Einsatzbedingungen anpassbar. Die Arbeitsintensität der Zinken muss an wechselnde Einsatzbedingungen angepasst werden, um ein optimales Arbeitsergebnis zu erzielen. Die in sechsreihiger Anordnung angeordneten Zinken des KUHN-Striegels ermöglichen es, sehr junge und noch wenig entwickelte Unkräuter zu bekämpfen.

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Welcher Striegel ist der Richtige?

Die Wahl hängt von mehreren Kriterien ab, insbesondere von der Größe des Betriebs. Davon ist die Anzahl der einzusetzenden Zinkenfelder abhängig, um einen optimalen Einsatz in den Kulturen zu gewährleisten. Auch die Zinken selbst sind entscheidend: Ihr Material, ihre Biegsamkeit und ihre Einstellmöglichkeiten müssen berücksichtigt werden. Schließlich spielt die Robustheit der Maschine eine wichtige Rolle, damit sie auch bei intensiver Nutzung standhält.

Die Effizienz des von KUHN entwickelten Striegels TINELINER basiert auf den vorderen und hinteren Stützrädern sowie einer hydraulischen Zinkenverstellung. Diese bietet Präzision, Langlebigkeit und Anpassungsfähigkeit an alle Bodenarten. Dabei sind die Striegel in Arbeitsbreiten von 6,00m, 9,00m und 12,00m erhältlich.

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Wann sollte der Striegel eingesetzt werden und mit welcher Geschwindigkeit?

Dieses Gerät zur mechanischen Unkrautbekämpfung kann in verschiedenen Wachstumsstadien der Kulturpflanzen eingesetzt werden. Bereits unmittelbar nach der Aussaat ist ein Durchgang möglich, um den Unkrautdruck vor dem Auflaufen der Kulturpflanzen zu verringern. Je nach Wuchstiefe der Kulturpflanzen ist dabei eine mehr oder weniger aggressive Einstellung erforderlich. Bei Gerste ist eine schonende Einstellung zu empfehlen, während bei Ackerbohnen eine aggressivere Einstellung sinnvoll sein kann. Bei bereits aufgegangenen und relativ robusten Kulturen ist ein erster Durchgang ab dem Einblattstadium möglich. In diesem Fall muss die Geschwindigkeit allerdings auf 3–7 km/h reduziert werden. Je fortgeschrittener das Wachstumsstadium ist, desto aggressiver kann die Durchfahrt mit dem Striegel bei höheren Fahrgeschwindigkeiten erfolgen. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, müssen die Arbeiten auf trockenem bzw. gut abgetrocknetem Boden durchgeführt werden.

Der richtige Boden für das Striegeln:

Sommergetreide: etwa zwei bis fünf Tage nach der Aussaat, wobei zuvor die Aussaattiefe erhöht wurde.

Mais: ca. drei bis sieben Tage nach der Aussaat, Aussaattiefe 6 bis 7 cm.

Soja: ca. drei bis fünf Tage nach der Aussaat, Aussaattiefe zwischen 3 und 5 cm.

Ackerbohnen: ca. sechs bis zehn Tage nach der Aussaat; aggressives Striegeln möglich, wenn das Saatgut tief genug abgelegt wurde.

Zuckerrüben: ca. zwei bis drei Tage nach der Aussaat unter Einhaltung der Aussaattiefe.

Kartoffeln: Blindstriegeln ca. zwei bis fünf Tage nach der Aussaat; dabei darauf achten, dass die „Dammflanken“ gut bearbeitet werden.

Welche Vorteile bietet das Striegeln im Ackerbau?

Der Striegel ist aufgrund seiner effizienten Funktionsweise für eine nachhaltige Bewirtschaftung unverzichtbar – sei es im konventionellen oder im ökologischen Landbau. Die Vorteile des Striegelns gehen weit über die Breite der reinen mechanischen Unkrautbekämpfung hinaus.

Weitere Vorteile sind:

Die bessere Belüftung des Bodens, die bessere Regulierung der Feuchtigkeit und das bessere Pflanzenwachstum.

Die Freisetzung von Stickstoff fördert einen besseren Ertrag der Kulturen.

Die Regulierung der Bodenfeuchtigkeit.

Die Kontrolle des Pflanzenwachstums bzw. die Förderung der Bestockung.

Wie wird der Boden effektiv gestriegelt?

Mit einem Striegel werden 50–70 % der jungen Unkräuter im Keimblattstadium verschüttet und weitere 30–50 % herausgerissen. Durch eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit wird eine größere Menge an Unkräutern eingearbeitet. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Kulturpflanzen nicht geschädigt werden. Neben der richtigen Einstellung der Maschine ist für eine effektive Unkrautbekämpfung auch der optimale Einsatzzeitpunkt entscheidend.

Der Erfolg der mechanischen Unkrautbekämpfung hängt vom Zustand des Bodens, vom Entwicklungsstadium der Unkräuter und der Kulturpflanzen sowie von den Wetterbedingungen ab. Besonders wichtig ist es, die Bedingungen für die Überfahrt einzuhalten: Gefrorene oder zu feuchte Böden sind zu vermeiden und es ist darauf zu achten, dass in den Tagen nach dem Striegeln trockenes Wetter herrscht.

A green tractor pulls a row crop cultivator Rowliner across a field with emerging green crop rows, working the soil between planted rows in a rural agricultural setting

Die Geräte zur mechanischen Unkrautbekämpfung von KUHN

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Häufig gestellte Fragen zum Striegel TINELINER

  • Ein Striegel ist ein landwirtschaftliches Anbaugerät, das aus mehreren Reihen federnder Zinken besteht. Er sorgt dafür, dass junge Unkrautkeimlinge ausgerissen werden und in der Folge an der Bodenoberfläche vertrocknen. Da der Striegel die gesamte Fläche (Reihen und Zwischenreihen) bearbeitet, verbessert er die Mineralisierung und den Wasserhaushalt des Bodens sowie die Bestockung von Getreide.

  • Für eine effektive mechanische Unkrautbekämpfung vor oder nach dem Feldauflauf – ganz ohne Herbizide. Er bekämpft junge Unkräuter, bricht Bodenverkrustungen auf, regt das Wachstum der Kulturen an und fördert die Mineralisierung des Bodens.

  • Vorteile: Vielseitigkeit bei verschiedenen Kulturen, agronomische Vorteile durch die Wirkung der Zinken (Mineralisierung, Bodenbelüftung und Förderung des Pflanzenwachstums).

    Einschränkungen: geringe Wirksamkeit bei ausgewachsenen/mehrjährigen Unkräutern, Schwierigkeiten bei verdichteten oder zu klumpigen Böden, Verstopfungsgefahr bei Vorhandensein von Ernterückständen, teilweise komplexe Einstellungen.

  • Ideal ist der Einsatz, wenn sich die Unkräuter im Keimfaden- oder Keimblattstadium befinden.

    Bedingungen: Abgetrockneter Boden und trockenes Wetter 2–4 Tage nach dem Einsatz, um einen Wiederaustrieb zu vermeiden.

    Vor dem Auflaufen: ein „Blindstriegeln“ vor dem Feldauflauf ist möglich.

    Nach dem Auflaufen: in frühen Stadien (bis zum Drei- bis Vierblattstadium des Unkrauts).

  • Grundsätzlich bei allen Kulturen, insbesondere bei Getreide, Raps, Sonnenblumen, Soja, Mais und Erbsen. Er eignet sich auch zur Regeneration von Grünland und für die Technik des falschen Saatbetts.

  • Neigung der Zinken: senkrecht = hohe Aggressivität; waagerecht = Durchlass von Pflanzenmaterial.

    Tiefe: wird über Tiefenräder eingestellt (2–4 cm).

    Geschwindigkeit: An die Kultur und das Entwicklungsstadium anpassen (3–12 km/h), um einen optimalen Effekt zu erzielen.

    Aggressivität der Zinken: An das jeweilige Kulturstadium und die jeweilige Unkrautdichte anpassen.

  • Unter optimalen Bedingungen 8–12 km/h. Bei empfindlichen Kulturen oder in frühen Entwicklungsstadien sollte die Geschwindigkeit (2–5 km/h) reduziert werden.

  • Je jünger die Kultur ist, desto stärker muss die Bearbeitungsintensität reduziert werden (Zinken weniger senkrecht, reduzierte Geschwindigkeit).

    Die Aussaatdichte sollte um 10–15 % erhöht werden, um Verluste auszugleichen. An die jeweilige Wurzelbildung und das jeweilige Unkrautwachstumsstadium anpassen.

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