
Flache Bearbeitung
Die Bodenbearbeitung erfolgt mit Zinken- oder Scheibeneggen: Grubber, Tiefenlockerer, Eggen usw., die den Boden 5 bis 15 cm tief bearbeiten. Die flache Bearbeitung kann auch mit der Mulchsämaschine erfolgen.

Direktsaat und Mulchsaat sind zwei landwirtschaftliche Verfahren, die den Anbau von Feldfrüchten ermöglichen. Beide sind aus der reduzierten Bodenbearbeitung hervorgegangen. Sie sind von der konservierenden Landwirtschaft geprägt, unterscheiden sich aber in mehreren Punkten. Die Direktsaat gehört zu den Verfahren, bei denen alle Schritte der Saatbettbereitung entfallen, während bei der Mulchsaat diese Schritte teilweise entfallen.
Reduzierte Bodenbearbeitungsverfahren werden so genannt, weil sie sich von der sogenannten konventionellen wendenden Bodenbearbeitung unterscheiden. Es handelt sich um Verfahren, bei denen die Bodenbearbeitungsschritte reduziert oder ganz weggelassen werden. Bei der konventionellen Bodenbearbeitung wird der Boden über die gesamte Feldbreite wendend bearbeitet, in der Regel durch Pflügen bis zu einer Tiefe von 25 cm. Bei der Direktsaat hingegen wird das Saatgut ohne vorherige Bodenbearbeitung direkt in den Boden eingebracht. Die Einwirkung auf den Boden erfolgt nur über das Säschar. Kein anderes Werkzeug greift bei der Direktsaat in den Boden ein. Die vorherige Bodenbedeckung bleibt ebenso erhalten wie die organischen Ernterückstände auf der Bodenoberfläche. Die Arbeitstiefe bei der Direktsaat beträgt 3 bis 8 cm. Die Mulchsaat ist ein Mittelweg, bei dem der Landwirt vor oder gleichzeitig mit der Aussaat eine oder mehrere Bodenbearbeitungsmaßnahmen durchführt. Die Arbeitstiefe beträgt maximal 15 cm.
Bei der Direktsaat sät der Landwirt mit speziellen Sämaschinen aus. Sie lockern den Boden mit Scheiben oder Scharen, schneiden oder heben das Stroh an, um darunter zu säen. Die Aussaat mit flacher Bodenbearbeitung (Mulchsaat) ermöglicht eine teilweise Einarbeitung der Ernterückstände.
Folgende Verfahren können eingesetzt werden:

Die Bodenbearbeitung erfolgt mit Zinken- oder Scheibeneggen: Grubber, Tiefenlockerer, Eggen usw., die den Boden 5 bis 15 cm tief bearbeiten. Die flache Bearbeitung kann auch mit der Mulchsämaschine erfolgen.

Eine Bearbeitung erfolgt nur in der Saatreihe bis in eine Tiefe von 30 cm.

Sie erfolgt mit einem Zinken- oder Messerwerkzeug (bis 40 cm), gefolgt von einer oberflächlichen Bodenbearbeitung mit ähnlichen Werkzeugen wie bei der Oberflächenbearbeitung.

Die Arbeit erfolgt in einer Tiefe von 15 bis 40 cm mit Geräten wie Spatenmaschinen, Scheibenpflügen und Rollscharen. Sie ermöglichen eine effizientere Einarbeitung der Pflanzenreste als andere Techniken.
Diese Techniken haben geringere Anbaukosten als konventionelle Systeme. Sie sparen auch Zeit bei der Saatbettbereitung. So ist die Direktsaat mit einer Drillmaschine um 40 % kostengünstiger als ein konventionelles System. Die angepasste Aussaat mit reduzierten Verfahren kann im Vergleich zu einem System mit systematischem Pflugeinsatz zu 20 bis 40 % geringeren Anbaukosten führen. Die mit Direktsaat bearbeiteten Böden weisen eine bessere Bodenfruchtbarkeit, eine höhere biologische Aktivität des Bodens, eine geringere Erosion und einen höheren Widerstand gegen Verdichtungen auf.
Quellen: