Definition der Stoppelbearbeitung: Geräte, Art der Bearbeitung und angestrebte Wirkung

stubble cultivator working in field after the end of winter

Die Stoppelbearbeitung ist eine Technik zur flachen oder tiefen (3 bis 15 cm) Bodenbearbeitung, die mit einem am Traktor angehängten mechanischen Gerät, dem Grubber oder der Scheibenegge, durchgeführt wird. Der Landwirt verfolgt damit folgende Hauptziele: Einarbeitung von Pflanzenresten und Stroh, damit diese verrotten, Zerstörung des Lebensraums von Schädlingen wie Schnecken, Kontrolle von Unkräutern und Ausfallgetreide, aber auch Verbesserung der Bodenstruktur und Vorbereitung des Saatbetts. Die Maschinen können mit Scheiben, Zinken und verschiedenen Scharen ausgerüstet sein. Für diese Geräte werden zahlreiche Synonyme verwendet. Sie werden nach den Werkzeugen, aus denen sie bestehen, und nach der Arbeitstiefe , Wirkungsweise und Bearbeitungszielen benannt.

Bezeichnungen

Die eingesetzten Landmaschinen richten sich im Wesentlichen nach der angestrebten Arbeitstiefe. Sie werden nach der Ernte oder vor der Aussaat eingesetzt.


Für die flache Bodenbearbeitung, d.h. in einer Tiefe von 3 bis 5 cm, werden bevorzugt: Kurzscheibeneggen, Federzinkengrubber oder Universalgrubber mit flach schneidenden Scharen. 
 

Diese Maschinen sind auch für die tiefere Stoppelbearbeitung bis 12 und 15 cm oder Universalgrubber für die Grundbodenbearbeitung bis 35 cm geeignet.

Arbeitsweise verschiedener Maschinen

Bei der Stoppelbearbeitung wird der Boden meist schräg zur Reihenrichtung bearbeitet. Dabei wird er mit einer Scheibenegge aufgerissen oder mit einem Grubber mit breiten Scharen geschnitten. Die Krümelung erfolgt dabei durch Walzen, gerichtet durch Leitbleche an den Zinken bei Grubbern, die Vibration der Federzinken oder durch das Aufreißen des Bodens und die Drehung bei Scheibeneggen.

Definition der Stoppelbearbeitung: Angestrebte Ziele

Bodenstruktur und Saatbett

Mit dem Grubber wird der Boden gelockert, d. h. er wird von einem unbearbeiteten in einen gelockerten Zustand überführt. Sind noch Kluten vorhanden, wird für die Schaffung eines Saatbetts eine Zerkleinerung angestrebt und Feinerde gebildet. Um den Bodenschluss der Samen zu fördern, wird anschließend eine Walze eingesetzt, die den Boden rückverfestigt. Bei Böden, die zur Verschlämmung neigen, kann es auch sinnvoll sein, die Kluten von der Feinerde zu trennen. Die an die Oberfläche beförderten Kluten schützen vor Verschlämmung.

soil loosening with a stubble culativator in a min-till approach

Pflanzenrückstände und organische Substanz der Vorfrucht

Dabei werden zwei Ziele verfolgt:

  • Die Einarbeitung der Biomasse und Betriebsmittel (Dünger und Pflanzenschutzmittel)
  • Das Durchmischen und eine gleichmäßige Verteilung über den Bearbeitungshorizont
The CULTIMER L 400R equipped with levelling discs

Oberflächenbeschaffenheit des Bodens

Durch Frostgare wird im Winter oder Befeuchtung und Austrocknung wird der klutige Boden durch Witterungseinflüsse aufgebrochen. Dafür ist eine raue Oberfläche mit einer hohen Kontaktfläche notwendig.

Es kann aber auch einfach eine Einebnung der Ackerfläche für weniger Evaporation und ideales Saatbett angestrebt werden.

 

Quelle: https://www.arvalis.fr/editions/choisir-ses-outils-de-travail-du-sol