
Die mechanische Stoppelbearbeitung wird mit landwirtschaftlichen Geräten durchgeführt, die für die Bodenbearbeitung vor der Aussaat der Folgekultur ausgelegt sind. Dabei kann es sich um eine flache Bodenbearbeitung von 3 bis 5 cm oder auch um eine tiefere Bodenbearbeitung (bis zu 15 cm) handeln. Scheibeneggen oder Zinkengrubber gibt es in vielen Varianten, um den Anforderungen der Landwirte gerecht zu werden. Landmaschinen zur Stoppelbearbeitung können eine oder mehrere der folgenden Aufgaben erfüllen.
Stoppelbearbeitung von 5 bis 15 cm: Einarbeiten der Pflanzenreste und Durchführung der Bodenvorbereitung im Stoppelsturz
Wenn die Geräte zwischen 5 und 15 cm arbeiten, spricht man von Zwischenstoppelbearbeitung. Ziel ist es, die Strohreste für eine gute Verrottung einzugraben und zu verteilen, aufgelaufene Unkräuter, ein- und mehrjährige Unkräuter und Schädlinge wie Schnecken zu vernichten. Stoppelbearbeitungsgeräte können auch zur Verbesserung der Bodenstruktur eingesetzt werden. Sie können zur tiefen Stoppelbearbeitung bei der Tiefenlockerung eingesetzt werden.
Zinkengrubber
Diese Geräte werden auch als Universal- oder Tiefengrubber bezeichnet. Die Zinken können leicht ausgewechselt werden, um oberflächlich ab 5 cm (breite Schare) oder tiefer bis 35 cm (schmale Schare) zu arbeiten.
Kombinationen aus Zinken- und Scheiben
Ihr Ziel ist es, den Boden in einem Arbeitsgang zu strukturieren, zu krümeln und zu verfestigen sowie die Stoppeln und Ernterückstände einzuarbeiten. Die zwei unabhängigen Scheibenreihen sind idealerweise vor drei bis vier Zinkenreihen angeordnet. Die Arbeitstiefe liegt zwischen 3 und 10 cm im Scheibenfeld und zwischen 5 bis 35 cm im Zinkenfeld. Zinken und Scheiben lassen sich unabhängig voneinander einstellen, um die Anwendungen der Maschine zu erweitern.
Unkrautmanagement mit flacher Stoppelbearbeitung
Die Kurzscheibenegge arbeitet in einer Arbeitstiefe von 3 bis 10 cm bzw. 5 bis 15 cm. Sie zeigt hervorragende Ergebnisse bei der Einmischung von Stroh und Ernterückständen in das zugehörige Bodenvolumen. Die Arbeitsgeschwindigkeit liegt zwischen 10 bis 15 km/h. Jede Scheibe ist auf einem eigenen Tragarm mit Federung montiert, um das Material zu schonen und den Bodendruck gleich zu halten.
Federzinkengrubber
Hierbei handelt es sich um Grubber die häufig mit S-Federzinken mit einem Vibrationseffekt für die Schaffung von Feinerde ausgestattet sind. Sie arbeiten mit einer Tiefe von 3 bis 12 cm und werden bei der Minimalbodenbearbeitung für den Stoppelsturz, das „Schwarzhalten“ des Ackers oder die Saatbettbereitung eingesetzt.
Quellen:
https://www.arvalis.fr/editions/choisir-ses-outils-de-travail-du-sol
https://gers.chambre-agriculture.fr/fileadmin/user_upload/Occitanie/067_Inst-Gers/documents/grandescultures/Techniques_culturales_innovantes/fiche_techniques_culturales/Dechaumage.pdf