Streifenbearbeitung: Definition und landwirtschaftliche Grundlagen

Die Streifenbearbeitung ist eine landwirtschaftliche Technik, bei der nur die Reihen für den Kulturanbau bearbeitet werden. Sie bietet zahlreiche Vorteile, wie die Einsparung von Zeit und Betriebsmitteln sowie die Erhaltung des Bodenlebens und des Gehalts an organischer Substanz auf der Oberfläche. Diese Bodenbearbeitungstechnik kann, wenn sie gut beherrscht und in die Gesamtstrategie des Betriebes integriert wird, Ergebnisse und Erträge liefern, die mit denen konventioneller Verfahren vergleichbar sind.

Welche Kulturen eignen sich optimal für die Streifenbearbeitung?

Die Saatbettbereitung reduziert sich auf die Bearbeitung eines mindestens 15 bis ca. 20 cm breiten Streifens in einer Tiefe von 10 bis 30 cm gemessen von der Bodenoberfläche. Landwirtschaftliche Maschinen mit Zinken zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Boden tiefer bearbeiten können als Scheibeneggen. Häufig werden Hackfrüchte wie Mais, Rüben oder Sonnenblumen mit einem Reihenabstand von 45 bis 80 cm mit dieser Technik angebaut. Auch Raps ist ein guter Kandidat für Strip Till. Die Technik wird eingesetzt, um eine Kultur in eine bestehende Pflanzendecke oder in Mischkulturen einzusäen.

meticulously field prepared for strip-till farming showcasing alternating bands of tilled and untilled soil

Welche Ausrüstung wird für die Streifenbearbeitung und die darauffolgende Aussaat benötigt?

Strip-Till ist ein in Nordamerika entwickeltes Verfahren, das dem Problem der Erosion des Bodens entgegenwirkt. Strip-Till-Maschinen haben ein Scheiben- und/oder Zinkenprofil, um die zukünftige Saatreihe zu öffnen und an der Bodenoberfläche zu bearbeiten. Manche Landmaschinenhersteller bieten Lösungen für die Unterfußdüngung an, die direkt an der Maschine angebracht werden. Wenn diese Geräte unabhängig von der Sämaschine sind, werden sie vor der Aussaat eingesetzt, damit sich der bearbeitete Streifen erwärmen kann. Auf diese Weise kann die Bodentemperatur schnell ansteigen, bevor das Saatgut abgelegt wird und keimt.

 

Tipps für die konservierende Bodenbearbeitung

close-up view of light brown, dry soil, punctuated by small rocks scattered throughout

In gut abgetrocknetem Boden arbeiten

Der Einsatz des Strip-Till-Gerätes hängt von den Boden- und Klimaverhältnissen ab. In zu lehmigen Gebieten oder bei feuchten, plastischen Böden ist der Einsatz eingeschränkt und nicht zu empfehlen. Die mögliche Verschlechterung der Bodenstruktur, die Verdichtung des Bodens und die Auswirkungen auf das Wurzelsystem der Kulturpflanzen wären nachteilig. Im Winter ist es sehr wichtig, auf gut abgetrocknetem Boden zu fahren, um die Verschlämmungsgefahr zu vermeiden. Im Frühjahr genügt eine flache Bearbeitung wie nach der Winterfurche, um ein ideales Saatbett zu schaffen. Bei leichten oder trockenen Böden kann die Maschine problemlos vor der Aussaat eingesetzt werden. Die Bodenbearbeitung fördert die Erwärmung des Bodens in der Reihe, was sich positiv auf die Keimung und die biologische Aktivität auswirkt.

close-up view on unincorporated wheat crop residue

Kontrolle der Pflanzenrückstände

Der Einsatz von Herbiziden wird häufig empfohlen da Sie die bestehende Pflanzendecke für die Bearbeitung ausdünnen und helfen die dichteren Unkräuter der unbearbeiteten Fläche zu bekämpfen. Die nicht eingearbeiteten Pflanzenreste werden in der Regel mit den Zinken und Sternklutenräumern der Strip-Till-Maschine bearbeitet. Wie bei anderen konservierenden Bodenbearbeitungs- oder Direktsaatverfahren wird eine angepasste Fruchtfolge empfohlen, um die Kontrolle dieser Rückstände zu erleichtern.

Strip-Till: Geräte für die Streifenbearbeitung

Strip-Till ist eine vereinfachte pfluglose Bodenbearbeitung von Saatstreifen, die in der konservierenden Landwirtschaft eingesetzt wird. Sie wird mit Sologeräten oder Bestellkombinationen durchgeführt...