Mulchsaat - Bodenbearbeitung zwischen Direktsaat und Pflugsaat

Die Mulchsaat ist in der Betrachtungsweise zwischen der Direktsaat und der Pflugsaat anzusiedeln.

Mulchsaat - Bodenbearbeitung zwischen Direktsaat und Pflugsaat als weniger intensive Bodenbearbeitung als das Pflügen 

Im Gegensatz zur Direktsaat, bei der zwischen der Ernte und der Aussaat der Folgefrucht keine Bodenbearbeitung erfolgt, wird bei der Mulchsaat der Boden zwischen diesen beiden Arbeitsgängen mindestens einmal flach bearbeitet. Und im Vergleich zur konventionellen Bodenbearbeitung einschließlich Pflügen ist die Bodenbearbeitung weniger intensiv und die verschiedenen Bodenhorizonte werden nicht vermischt. 

Im Rahmen der Mulchsaatverfahren führen die Landwirte nach der Ernte eine Stoppelbearbeitung durch. Diese ackerbauliche Maßnahme erleichtert die Zersetzung von Ernterückständen oder Deckfrüchten, trägt zur Unkrautbekämpfung bei, lockert und verbessert die Bodenstruktur und erleichtert damit die Aussaat der Folgefrucht. Je nach Grubbertyp (Zinken- oder Scheibengerät) wird unterschiedlich tief gearbeitet.

Eine geeignete Drillmaschine für die Mulchsaat

Die Umstellung auf Mulchsaat erfordert die Investition in eine neue für die Mulchsaat geeignete Drillmaschine. Dabei wird das Saatgut in ein Saatbett abgelegt, das mit derselben Maschine bereitet wurde.

 

KUHN hat für die Mulchsaat zwei Drillmaschinen-Baureihen im Angebot: 

Die Drillmaschinen der ESPRO-Baureihe können sowohl nach dem Pflug, auf Stoppeln oder auf einer Zwischenbegrünung eingesetzt werden. Zwei Scheibenreihen vorne an der Maschine zerstören die Zwischenbegrünung und legen die Pflanzenreste als Mulchschicht an der Oberfläche ab. Dies begünstigt die Zersetzung des Pflanzenmaterials und sorgt dafür, dass die organische Substanz an der Oberfläche erhalten bleibt. Die ESPRO-Drillmaschinen arbeiten schnell und effizient und bieten daher eine hohe Flächenleistung und eine optimale Qualität der Bodenbearbeitung.

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Die MEGANT ist eine Sämaschine mit Zinken, die in vier Reihen mit einem Scharschritt  von 40 cm angeordnet sind, um einen besseren Durchgang der Pflanzenreste zu gewährleisten. Mit einer Arbeitsbreite von 6 m ermöglicht sie eine schnelle und gleichmäßige Aussaat der Kulturen auf gepflügten Böden oder nach der Minimalbodenbearbeitung. Dank des großen Saatgutbehälters können bis zu 60 ha Weizen pro Tag gesät werden. Die Maschine ist leichter als die ESPRO-Drillmaschine und eignet sich besonders für trockene Böden, bei denen eine feuchtigkeitsbewahrende Boden- und Saatbettbereitung erfolgt ist.

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Genauso vorteilhaft wie die Direktsaat, aber mit weniger Einschränkungen

Wie bei der Direktsaat wird auch bei der Mulchsaat durch den Verzicht auf den Pflug die Bodenfruchtbarkeit verbessert und das Bodenleben gefördert. Regenwürmer und Mikroorganismen besiedeln den Boden allmählich wieder und tragen so zur Verbesserung der Bodenstruktur bei. Aus ökonomischer Sicht ergeben sich Kraftstoffeinsparungen durch weniger Überfahrten und vor allem durch den Einsatz von Maschinen mit geringerem Energieverbrauch.

Das heikle Problem der Unkrautkontrolle bleibt bestehen, jedoch gibt es bei der Mulchsaat mehr Möglichkeiten der Unkrautregulierung, wie z.B. die Technik der Scheinsaat oder eine flache Bodenbearbeitung, die das Auflaufen der Unkräuter begünstigt, um sie später besser vernichten zu können. Eine lange und vielfältige Fruchtfolge ist wie bei der Direktsaat eine wichtige Voraussetzung, um einen zu starken Konkurrenzdruck durch Unkräuter zu begrenzen.

Unterschied zwischen Direktsaat und Mulchsaat

Direktsaat und Mulchsaat sind zwei landwirtschaftliche Verfahren, die den Anbau von Feldfrüchten ermöglichen. Beide sind aus der reduzierten Bodenbearbeitung hervorgegangen. Sie sind von der konservie...