
Die Unkrautregulierung und eine für die Entwicklung der Kultur ausreichende Düngung sind nach wie vor die Hauptprobleme, wenn der Bioanbau mit Direktsaat oder Mulchsaat in Einklang gebracht werden soll. Die Wahl der Zwischenfrucht und ihre Behandlung sind daher von entscheidender Bedeutung. Herausforderungen und Vorkehrungen für einen erfolgreichen Biolandbau.
Unkrautregulierung durch Wahl der Bodenbedeckung
Die Mulch- oder Direktsaat im ökologischen Landbau erfordert eine Bodenbedeckung. Oft bleibt diese erhalten und wächst mit der bestehenden Kultur zusammen. Man spricht dann von Direktsaat in eine Pflanzendecke bzw. Lebendmulch. Diese Bodenbedeckung ermöglicht eine unbestreitbare Kontrolle der Keimung und der Entwicklung unerwünschter Arten auf dem Feld. Sie muss eine hohe Konkurrenzkraft aufweisen, um die Entwicklung von Unkräutern während des Zwischenfruchtanbaus zu verhindern. Wenn eine Minimalbodenbearbeitung durchgeführt wird und die Pflanzendecke ohne Pflügen und ohne chemische Mittel zerstört werden soll und gleichzeitig die Bodenbearbeitung reduziert werden soll, besteht die Wahl zwischen Walzen, Häckseln, Zerstörung durch Frost oder durch ein mechanisches Gerät zur flachen Bodenbearbeitung (z.B. Grubber) oder durch mechanische Unkrautbekämpfung.
Direktsaat und Mulchsaat im Bioanbau: Konkurrenzdruck zwischen Hauptfrucht und Bodenbedeckung
Um einen optimalen Ertrag der Kulturpflanze zu erzielen, muss der Biolandwirt auch wissen, wie er die Konkurrenz zwischen der Kulturpflanze und der Gründüngung zum richtigen Zeitpunkt steuern kann. Die Fruchtfolge ist ein wesentliches Element dieses Systems, sowohl im ökologischen als auch im konventionellen Landbau. Die Wahl der angebauten Sorten (eine oder zwei) ist ein weiterer sehr wichtiger Faktor, der berücksichtigt werden muss. Sie hängt von den bodenklimatischen Bedingungen der Region ab, aber auch von der gewünschten Höhe, dem Trockensubstanzpotenzial, dem C/N-Verhältnis, der Frühreife und der Hauptkultur. Oft können Versuche und praktische Erfahrungen in den ersten Jahren und manchmal auch die Probleme die eine oder andere Wahl bestätigen.
Düngung im Boden und flache Bodenbearbeitung im ökologischen Landbau
In Getreidesystemen ohne Viehhaltung und damit ohne Einsatz von organischen Düngern aus der eigenen Produktion ist die Bodenfruchtbarkeit schwer zu kontrollieren. Zwischenfrüchte bieten hier eine ideale Alternative. Die Sortenwahl erfolgt in der Regel unter Einbeziehung einer Leguminose wie Klee, Erbse oder Ackerbohne.
Zusätzlich kann bei Sommerkulturen wie Mais ein Starterdünger zur Unterfußdüngung ausgebracht werden.
Quellen:
- https://landes.chambre-agriculture.fr/fileadmin/user_upload/National/FAL_commun/publications/Nouvelle-Aquitaine/40_essais_agriculture_biologique_2018.pdf
- https://www.produire-bio.fr/wp-content/uploads/2017/05/Recueil-CTS-2017-light.pdf