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Grünlandpflege vor dem ersten Schnitt

Mit dem ersten Schnitt möchte man den maximalen Ertrag und beste Futterqualität erzielen. Eine gute Vorbereitung, während der Monate vor dem ersten Schnitt, sorgt für einen optimalen Start in die Grassaison.

Préparer les prairies

Zunächst müssen im Frühjahr die Maulwurfshügel beseitigt werden. Zudem ist es empfehlenswert, das Gras, welches gerade zu wachsen beginnt, leicht anzudrücken. Die Betonung liegt dabei auf „leicht“, da die Grashalme in dieser Jahreszeit noch sehr empfindlich sind. Außerdem erwärmt sich ein zu fest gepresster Boden im Frühjahr weniger schnell, was das Wachstum bremsen würde. Daher wird im Frühjahr eine schonende Bearbeitung empfohlen. Eine zu schwere Walze kann also in der Scheune stehen bleiben, ebenso wie ein Grünlandstriegel mit aggressiv eingestellten Zinken. Eine schonende Bearbeitung mit dem Grünlandstriegel oder der Wiesenschleppe reicht völlig aus.

Nachsaat im Herbst oder im Frühjahr?

Es ist ratsam, bestehendes Grünland im Herbst nachzusäen, da die Bodentemperatur zu diesem Zeitpunkt höher ist als im Frühjahr. Der Feuchtigkeitsgehalt im Boden muss dann allerdings stimmen. Die Nachsaat im Frühjahr ist nur dann erforderlich, wenn die Pflanzendecke im Winter zu stark gelitten hat oder von Wild beschädigt worden ist und sogenannte kahle Stellen auftreten. Es ist ratsam, die Flächen so früh wie möglich zu prüfen - aber nur, wenn die Tragfähigkeit des Bodens es zulässt[1]. Wenn keine kahlen Stellen vorhanden sind, muss nicht nachgesät werden.  In einer gesunden Pflanzendecke wäre die Konkurrenz für die keimenden Graspflanzen zu groß. 

Kein Grünlandstriegel? Dann die Wiesenschleppe

Nicht jedem steht ein Grünlandstriegel zur Verfügung. Doch auch mit einer Wiesenschleppe lässt sich ein ordentliches Arbeitsergebnis erzielen. Zwei wesentliche Funktionen werden ebenfalls mit der Wiesenschleppe erfüllt: Maulwurfshügel werden eingeebnet (1) und zudem wird überständiges Material ausgekämmt und die Grasnarbe belüftet, um das Wachstum anzuregen (2)[2].

Grünlandpflege mit dem Weidenlüfter

Wenn der Boden des Grünlands Strukturprobleme aufweist, ist die Belüftung eine gute Option. Zu den strukturellen Bodenproblemen zählen beispielsweise Verdichtungen, die durch schwere Maschinen oder intensive Beweidung verursacht werden. Die Erneuerung von Grünland ist ebenfalls eine Option, diese ist allerdings mit hohen Kosten verbunden.
Um die Bewurzelung des Grases zu reaktivieren und eine gute Aufnahme der Mineralien zu gewährleisten, ist es empfehlenswert, im Frühjahr zu belüften. In diesem Zeitraum können die Graswurzeln am besten in die erzeugten Hohlräume[3] wachsen. Zunehmend wird die Grünlandbelüftung zum festen Bestandteil einer guten Pflege. Wegen der überschaubaren Investitionskosten ist sie für den Unternehmer interessant und kann, wenn notwendig, angewendet werden.

Düngung so früh, wie möglich

Eine möglichst frühe Ausbringung von Gülle führt zu einem höheren Trockenmasseertrag[4].  Es sollte jedoch erst dann mit der Düngung begonnen werden, wenn die Tragfähigkeit des Bodens es zulässt. Zwischen 10 bis 20 Kubikmeter Rindergülle werden pro Hektar empfohlen. Der höchste Ertrag und eine optimale Stickstoffausnutzung im ersten Schnitt wird durch eine Düngung auf Nitratbasis (z. B. Kalkammonsalpeter) erreicht[5]. Als Faustregel gilt: eine Wärmesumme von etwa 300 entspricht ungefähr dem optimalen Zeitpunkt für die Düngung (Die Wärmesumme setzt sich aus der Summe der Tagestemperaturen über null, gerechnet ab dem 1. Januar, zusammen).

 

Lesen Sie auch:

 

[1] Handboek Melkveehouderij, Wageningen University & Research, 2019-2020

[2] Fachzeitschrift Elite, Graslandverzorging: voorzichtig in het voorjaar, agressief in het najaar, 19-2-2019

[3] Veeteelt Magazine, Beluchten als alternatief, Februar 2009

[4] Verbeteren tijdstip voorjaarsbemesting, Wageningen University & Research, februari 2019

[5] Veeteelt Magazine, T-Som blijft beste hulpmiddel bij bepalen start bemesting, februari 2019

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