stubble cultivator working in field after the end of winter

Die Stoppelbearbeitung kann auf verschiedenen Bearbeitungsstufen erfolgen: Tiefenlockerung, flache Stoppelbearbeitung, flache oder tiefe Nachbearbeitung, Saatbettbereitung. Um die anzuwendende Technik und die Rolle der Stoppelbearbeitung zu definieren, ist eine Felddiagnose des Zustands der Ackerfläche nach der Ernte und vor jeder Maßnahme unerlässlich. Sobald dies erfolgt ist, kann der Landwirt die Ziele festlegen, die er mit der Maschine erreichen will. Danach folgen die Schritte zur Einstellung der Maschine, die Festlegung der Bedingungen für das Befahren des Feldes und letztlich die eigentliche Überfahrt.

Felddiagnose nach der Ernte: Warum sollte der Grubber eingesetzt werden?

Das allgemeine Ziel besteht darin, zur Schaffung eines günstigen Umfelds für die Folgekultur beizutragen, aber auch einen kohärenten technischen Ablauf in Bezug auf den Betrieb zu erreichen (Minimalbodenbearbeitung, Erhaltung des Bodens, konventionelle oder biologische Techniken, ...). Um die Diagnose zu erleichtern, müssen das Bodenprofil und seine Einebnung, das Vorhandensein von Pflanzenresten, der Gesundheitszustand des Feldes, der Grad der Verunkrautung und die Art der Kultur, die angebaut werden soll, berücksichtigt werden.


Das Hauptziel der Stoppelbearbeitung nach der Ernte kann eines der folgenden sein:

  •  Verbesserung der Bodenstruktur
  • Management von Pflanzenrückständen und Schädlingen
  • Bekämpfung von Unkräutern
  • Vernichtung von mehrjährigen oder einjährigen Pflanzen
  • Vorbereitung des Saatbetts

Flache oder tiefe Stoppelbearbeitung: Die richtige Wahl des Zinken- oder Scheibengerätes

Die Wahl des optimalen Grubbers hängt vom angestrebten Ziel ab. Zinkengrubber eignen sich für die tiefe Bodenbearbeitung, Scheibeneggen und Kurzscheibeneggen für die Oberflächenbearbeitung und die Einmischung von Ernterückständen ein. Zinken sind für die Bearbeitung der Bodenstruktur besser geeignet, wobei die Scheiben eine Schneidfunktion für die Ernterückstände haben, um eine gute Zersetzung zu erreichen. 

Grubbereinsatz je nach Art der Bodenbearbeitung und dem Grad der Austrocknung

Eine der wichtigsten Regeln bei der Bodenbearbeitung, insbesondere bei der Stoppelbearbeitung, ist es, nur dann zu arbeiten, wenn die Bedingungen es zulassen, d.h. wenn der Boden eher krümelig und abgetrocknet ist. Bei halb klebriger und klebriger Konsistenz besteht bei Zinkengrubbern eine große Gefahr, dass sich Pflugsohlen ausbilden. Daher ist der Einsatz unter diesen Bedingungen nicht zu empfehlen, ja sogar zu unterlassen.

In jedem Fall sollte die Bearbeitung erst dann erfolgen, wenn die überschüssige Feuchtigkeit infolge der Schwerkraft aus den Kluten abgeflossen ist. Um sich zu vergewissern, dass die Kluten richtig getrocknet sind, genügt es, einige Kluten in die Hand zu nehmen und mit den Fingern zu zerreiben. Wenn sie zerbröseln und nicht mehr zusammenkleben, kann der Grubber eingesetzt werden. Wenn sich die Erde zu Klumpen formen lässt, besteht die Gefahr der Bodenverdichtung. Wenn die Erde an den Händen kleben bleibt, sollte kein Einsatz des Grubbers erfolgen.

soil loosening with a stubble culativator in a min-till approach

Welche Stoppelbearbeitung bei welchem Wetter

Es ist wichtig, die Wettervorhersage zu prüfen, bevor Maßnahmen für bestimmte Ziele durchgeführt werden. Wenn der Boden wieder abgetrocknet ist und Ihr Hauptziel das Auflaufen von Unkraut ist, ist es vorteilhaft, vor dem Regen zu grubbern. Sie brauchen dann nur einmal mit dem Grubber zu fahren, wenn die Unkräuter aufgelaufen sind, um sie zu vernichten und das Saatbett vorzubereiten.

The CULTIMER L 400R equipped with levelling discs

Die Stoppelbearbeitungsgeräte von KUHN: Einstellung der Arbeitstiefe

Die Einstellung der Geräte muss entsprechend dem/den angestrebten Ziel(en) erfolgen. Die Einstellung der Arbeitstiefe erfolgt in erster Linie an der Verbindung zum Traktor und an der Walze. Die KUHN-Geräte bieten eine zentrale, werkzeuglose Einstellung über mechanische Distanzclips oder eine stufenlose hydraulische Einstellung. Es ist empfehlenswert, dass der Landwirt nach den ersten Metern vom Traktor absteigt, um das Arbeitsergebnis und die Arbeitstiefe zu überprüfen.